Übungskampf - TSV Roßfeld Karate

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Übungskampf

Karate > Stilrichtung Shotokan
Kumite bedeutet wörtlich „verbundene Hände“ und meint das Üben bzw. den Kampf mit einem (selten mehreren, siehe Bunkai) Gegnern.

Das Kumite stellt innerhalb des Trainings eine Form dar, die es dem Trainierenden nach ausreichender Übung ermöglicht, sich in ernsten Situationen angemessen verteidigen zu können. Voraussetzung ist das richtige Verstehen und Einüben elementarer Grundtechniken aus dem Kihon und der Kata. Wenn die Ausführung der Technik in ihrer Grundform begriffen wurde, wendet man sie im Kumite an. Die Anwendung im Kumite ist sehr wichtig, da die Ausführung von Techniken im Freikampf nicht der vorgeschriebenen Form entsprechen müssen, da man oftmals bei überraschenden Angriffen sofort von der Kampfhaltung zur Endstellung der Abwehr gelangen muss.

Es gibt verschiedene Formen des Kumite, die mit steigendem Anspruch von einer einzigen, abgesprochenen, mehrfach ausgeführten Technik bis hin zum freien Kampf in ihrer Gestaltung immer offener werden.

Bei Verteidigungstechniken werden hauptsächlich die Arme zu Blocktechniken verwendet. Würfe, Hebel, harte, weiche Blockbewegungen oder auch nur Ausweichen, meist in Kombination mit Schritt- oder Gleitbewegungen. Eine Blockbewegung kann auch als Angriffstechnik ausgeführt werden, was ein sehr gutes Auge voraussetzt; der Angriff des Gegners wird im Ansatz mit einer Abwehrbewegung oder einem Gegenangriff gestoppt.

Beim Angriff wird versucht, die ungedeckten Bereiche bzw. durch die Deckung hindurch den Gegner zu treffen. Es soll möglichst mit absoluter Schnelligkeit ohne vorzeitiges Anspannen der Muskeln konzentriert angegriffen werden, denn erhöhter Krafteinsatz führt während der Bewegung zu Schnelligkeitsverlusten. Der Kraftpunkt liegt am Zielpunkt der Bewegung. Das Prinzip der Angriffstechnik gleicht dem des Pfeiles eines Bogenschützen bei Schlag- und Stoßtechniken und dem einer Peitsche bei geschnappten Techniken. Kumite schließlich, die dritte Säule der Karateübung, bedeutet etwa "Vermischen der Hände" oder "sich beeinflussende Handlungen". Der Ausdruck kann im Deutschen am ehesten mit dem Begriff "Handgemenge" wiedergegeben werden.

Kumiteübungen sind also Kampfübungen mit einem Übungspartner. Dieser Aspekt der Karateübung steht in besonderem Maße unter dem bereits oben erwähnten Motto: "Der wahre Karatekämpfer beachtet nicht Sieg oder Niederlage; er strebt nach der Vervollkommnung seines Charakters." Es geht bei kumite- Übungen keinesfalls um das Feststellung des Stärkeren, sondern um ein partnerschaftliches Ausloten der jeweiligen körperlichen und geistigen Möglichkeiten und Grenzen.

Mit Ernst betrieben, wird das "Handgemenge" des Kumite so zu einer "Technik der Begegnung" mit dem eigenen Ich und dem Ich des Übungspartners. Innerhalb der kumite-Übungen stehen verschiedene Stufen und Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Angefangen von einfachen, abgesprochenen Übungen, bei denen beide Partner strengstens an Vorgaben für Angriff und Verteidigung gebunden sind, steigern sich sich die Möglichkeiten des Kumite bis hin zu vollständig freien Übungen, die den Fortgeschrittenen vorbehalten sind.

Hinweis!
Diese und die nachfolgenden Unterseiten basieren auf dem Wikipedia Artikel: Karate. Dieser wird hier stark gekürzt, abgeändert und teilweise in Auszügen wiedergegeben.
Veröffentlicht: Mo. 12.11.2012<br />Media Autor: Edgar Karapetyan<br /><br />Road to Paris part 3: Maria Weiß, amtierende EM-Dritte im Team und Team-Weltmeisterin 2008.<br /><br />Herzlichen Dank an Edgar Karapetyan für den dritten Teil der WM-Video-Serie.<br />
 
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