Stilrichtung Shotokan - TSV Roßfeld Karate

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Stilrichtung Shotokan

Karate > Stilrichtung Shotokan
Shotokan Karate
Das Karate-Dojo Rossfeld betreibt Karate im Shōtōkan-Stil nach den Lehren von Funakoshi Gichin
Funakoshi Gichin (1868–1957), geboren in Shuri auf Okinawa wird heute als Begründer des Shōtōkan-Karate angesehen. Sein Stil basiert auf Matsumuras Shōrin-Ryū. Shōtō war Funakoshis Künstlername und bedeutet Pinienrauschen – seine erste eigene Trainingshalle (im Frühjahr 1935 in Tōkyō eingeweiht) wurde aus diesem Grund Shōtōkan („Haus des Shōtō“) genannt. Diese Bezeichnung wurde später für seinen Karate-Stil übernommen.

Funakoshis Zielsetzung war:
Schulung von Geist, Charakter und innerer Einstellung. „Bevor du den Gegner besiegst, musst du dich selbst besiegen.“
„Man kann sehr sehr lange trainieren, aber wenn man immer nur Hände und Füße bewegt und wie eine Marionette umherspringt, dann ist Karate nicht anders als Tanzen lernen.
Man wird die Hauptsache verfehlen. Es wird so nicht gelingen, die Quintessenz des Karate-dō zu begreifen.“ – Funakoshi Gichin, J. Hyams (1979, 87)
Wichtig war ihm außerdem auch der Selbstverteidigungsaspekt des Karate.
Von Funakoshi stammt die im heutigen Wettkampf-Karate kaum mehr beachtete Maxime: „Im Karate gibt es keine erste Hand.“ (D. h. ein Karateka soll niemals, auch nicht präventiv, zuerst angreifen.)
Hinweis!
Diese und die nachfolgenden Unterseiten basieren auf dem Wikipedia Artikel: Karate. Dieser wird hier stark gekürzt, abgeändert und teilweise in Auszügen wiedergegeben.
Stilrichtung Shotokan
Der Shōtōkan-Stil ist die am weitesten verbreitete Stilrichtung im Karate-dō. Charakteristisch für diese Stilrichtung ist ein tiefer Stand, der dynamische und kraftvolle Bewegungen ermöglicht. Der tiefe Stand wird in erster Linie im Training der Grundschule Kihon und der Kata sowie in den Basisformen des Kumite (Kihon-Kumite) praktiziert. Hintergrund dessen ist, dass so die Muskulatur und die Bänder stets gedehnt werden, um im Kampf eine hohe Reichweite zu erzielen. Im Kumite-Shiai und im Jiyu-Kumite steht der Karateka locker und um einiges höher. Hauptmerkmal des Shōtōkan-Stils ist der Kampf in einer möglichst weiten Distanz zum Gegner (Sport-Kumite), wobei auch im Shōtōkan die Rolle des Nahkampfes in keiner Weise vernachlässigt wird (Selbstverteidigung). Jede Shōtōkan-Technik kann entweder als eine Angriffstechnik oder als eine Verteidigungstechnik eingesetzt werden. Wendungen der Stände werden im Gegensatz zum z. B. Gōjū-Ryū oder Shitō-Ryū überwiegend vom hinteren Fuß initiiert. Ein paar wenige Schlag-, Stoß- und Blocktechniken im Shōtōkan unterscheiden sich von denen anderer Stilrichtungen nur unwesentlich anhand der Ausholbewegungen in der Grundform der Ausführung, wobei die Trefferflächen dieselben sind. Die Fußtritte unterscheiden sich von denen anderer Stilrichtungen nicht, wobei im Shōtōkan häufiger Fußtritte zum Kopf ausgeführt werden.


Die 20 Regeln

In Japan werden die von Gichin Funakoshi aufgestellten 20 Regeln des für Karateka angemessenen Verhaltens als Shōtō Nijū Kun (jap. 松濤二十訓, wörtlich die 20 Regeln von Shōtō, wobei Shōtō der Künstlername Funakoshis war) oder als Karate Nijū Kajō (jap. 空手二十箇条, wörtlich die 20 Paragraphen des Karate) bezeichnet. Im deutschen Karate vermischt sich der Begriff häufig mit dem der Dōjōkun, die eigentlich nur fünf zentrale Regeln umfassen und lange vor Funakoshi und mit Bezug auf alle Kampfkünste vermutlich von buddhistischen Mönchen in Indien aufgestellt wurden.

Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt. 一、空手は礼に初まり礼に終ることを忘るな 。

Im Karate gibt es keinen ersten Angriff. 二、空手に先手無し 。

Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit. 三、空手は義の補け。

Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen. 四、先づ自己を知れ而して他を知れ。

Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik. 五、技術より心術。

Es geht einzig darum, den Geist zu befreien. 六、心は放たん事を要す。

Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit. 七、禍は懈怠に生ず。

Denke nicht, dass Karate nur im Dōjō stattfindet. 八、道場のみの空手と思うな。

Karate üben heißt, es ein Leben lang zu tun. 九、空手の修行は一生である。

Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen. 十、凡ゆるものを空手化せ其処に妙味あり。

Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst. 十一、空手は湯の如く絶えず熱を与えざれば元の水に返る。

Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert. 十二、勝つ考えは持つな、負けぬ考えは必要。

Wandle dich abhängig vom Gegner. 十三、敵に因って転化せよ。

Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab. 十四、戦は虚実の操縦如何にあり。

Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor. 十五、人の手足を劔と思え。

Sobald man vor die Tür tritt, findet man eine Vielzahl von Feinden vor. 十六、男子門を出づれば百万の敵あり。

Feste Stellungen gibt es für Anfänger, später bewegt man sich natürlich. 十七、構えは初心者に、あとは自然体。

Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil. 十八、型は正しく、実戦は別もの。

Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung. 十九、力の強弱、体の伸縮、技の緩急を忘るな。

Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem. 二十、常に思念工夫せよ。
 
Copyright 2015. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü